Geschichte und Theorie des Systemischen Ansatzes

aus: "Der Systemische Ansatz in Theorie und Praxis" von Oliver Watzal: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/8773.html

Das systemische Denken ist von ganz anderer Art, als das Denkmodell, welches über zwei Jahrtausende die abendländische Kultur- und Geistesgeschichte prägte. Es ist, im Gegensatz zum althergebrachten linearen Denkmodell nicht mehr ein Denken in Ursache und Wirkung, welches von A auf B schließt. Das systemische Denken deklariert, dass man es in der Natur niemals mit linearen Vorgängen zu tun hat, sondern stets mit einem äußerst komplexen Geschehen. Es lädt uns ein, unsere bekannten und eingeschliffenen Verstehenssätze und Wahrnehmungsweisen neu zu überdenken.
Systemischer Ansatz wird verstanden als neuer Art die Welt zu sehen und zu kategorisieren. Entscheidend ist die Abkehr von einem linearen Ursache-Wirkungsdenken hin zu einem zirkulären Systemmodell, nach dem die Wirklichkeit eines Individuums untrennbar mit seinem Kontext verbunden ist. Dies bedeutet, dass das Verhalten von Personen nur im jeweiligen Zusammenspiel der für sie wichtigen Beziehungen verstanden werden kann. [...] Bei dem s. A. geht es darum, bei den Klienten vorhandene Fähigkeiten, Strukturen und Ressourcen für die Zusammenarbeit zu nutzen. Daher gilt es, den Klienten in ihrem Bezugsrahmen zu begegnen und deren persönliche Kompetenz zu steigern. Sozialarbeit in diesem Sinne ist ein kommunikativer Prozess für die gemeinsame Entwicklung von Lösungsstrategien. Dabei kann der Sozialarbeiter sein eigenes Handeln als Teil eines zirkulären Prozesses verstehen, an dem er selbst beteiligt ist. [...] Grundlagen dieses Denk- und Handlungsmodells bilden: Die Kybernetik, die Systemtheorie, die Kommunikationstheorie und der Konstruktivismus. [...]


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