| Internationale Fachtagung |
Lebenslänglich!LernAnforderungen und ZuMutungen im Umgang mit VielfaltVerena Bruchhagen (http://www.fb12.uni-dortmund.de/einrichtungen/frauenstudien/) Was gilt es im Umgang mit Vielfalt / Diversity zu lernen? Die Dynamik des Diversity-Lernens erfordert - so meine These - die Auseinander-setzung mit Ambivalenzen, Paradoxien und Widersprüchen, ganz nach dem Motto "Leben gefährdet Ihre Gesundheit!" Mindestens zwei Seiten des Lernens lassen sich thematisieren:
Zum einen geht es in Prozessen, die durch Vielfalt und Verschiedenheit gekennzeichnet sind darum, etwas lernen zu wollen, was wir lernen müssen.
Weiter geht es um die Frage der erforderlichen und möglichen (psychosozialen) Anpassung bzw. Grenzsetzung von Systemen. In diesem Prozess gilt es, die eigenen inneren Konflikte (inner diversity) mit den äußeren Prozessen von Diversität, Komplexität und potentiellen Konfliktgemengelagen "sinnvoll" zu koppeln. Das gelingt aber nur, wenn dieser "Grenzverkehr" wechselseitig gestaltet werden kann. Diversity-Lernen in diesem Sinne ist also immer gebunden an Beziehungsgestaltung in sozialen Situationen. Die ZuMutung besteht darin, (sich und andere) in Prozessen sozialer Differenzierung nicht unhinterfragt einzuordnen, sondern die Herstellung von Gleichheit und Ungleichheit, von Hierarchie, Macht und Dominanz als Ergebnis eines wechselseitigen Herstellungsprozess von sozialer Ordnung zu ermitteln. Zur Person: |
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