Historisches

 

Die Systemtheorie lässt sich auf die Biologie und Physik zurückführen und fand später in vielen anderen Bereichen Einzug z.B.: in der Mathematik, Soziologie, Psychologie und anderen Wissenschaftsdisziplinen.

Das systemische Denken, welches auf der Systemtheorie basiert, ermöglicht beispielsweise in der Organisationsberatung, im Management, in der Psychotherapie, der Sozialarbeit sowie der Pädagogik neue Betrachtungsweisen.

"Der systemische Ansatz als Erkenntnistheorie entstand unter dem Einfluss verschiedener wissenschaftlicher Forschungsrichtungen, wie der systemtheoretisch orientierten Biologie von Humberto R. Maturana, der neueren Systemtheorie von Niklas Luhmann, der Kybernetik zweiter Ordnung von Heinz von Foerster (...) und der systemischen Familientherapie, maßgeblich durch die Beiträge der Mailänder Gruppe um Selvini Palazzoli (...)." [1]

Sehr maßgeblich für das systemische Denken ist die Kybernetik (Steuerungslehre technischer Systeme; griech. Kybernètike =Steuermannskunst), welche 1956 vom Biologen Bertalanffy entwickelt wurde.

Die Basis dieser Theorie beruht auf der Homöostase (Gleichgewichtszustand): Ein System definiert sich durch eine Soll-Zustand und einen Ist-Zustand. Weicht der Ist-Zustand von Soll-Zustand ab, so führt dies zu einer regulierenden Handlung, die die Rückführung zum Soll-Zustand bewirkt. Wo so etwas stattfindet, spricht man von „negativem Feedback“. Laut Kybernetik ist ein System daher selbst steuernd und selbst regulierend.

Im Mittelpunkt der Kybernetik steht nicht die Frage danach, warum ein bestimmtes System funktioniert, sondern wie es funktioniert. Es wird versucht, die Wechselwirkungen und Regeln zu erkennen bzw. hinterfragt, welche Wirkungen Verhaltensweisen haben.

 

Entnommen aus:
[1] aus Wirtschaft und Weiterbildung 7/8 2002. http://www.systemischefuehrung.de
http://www.systemische-beratung.de/systemtheorie.htm vom 15.12.2003