ASYS Arbeitskreis für Systemische Sozialarbeit, Beratung und Supervision

Wir von ASYS – Arbeitskreis für Systemische Sozialarbeit, Beratung und Supervision fördern den Austausch und die Weiterentwicklung systemischen Denkens und professionellen systemischen Handelns für Interessierte aus der Sozialarbeit und den angrenzenden Bereichen wie Sozialpädagogik, Pädagogik, Medizin, Personalentwicklung u.a.

ASYS Lehrgänge starten im September 2022

An der FH Burgenland in Eisenstadt starten wieder unsere Lehrgänge in Kooperation mit dem AIM. Die Kompaktinfo für den ersten Überblick finden Sie hier.

> 1/4 Jahrhundert ASYS

Seit über 25 Jahren entwickelt ASYS systemisches Denken und Handeln für den professionellen Beratungseinsatz.
Das aktuelle BASYS zum 25-Jahr-Jubiläum von ASYS können Sie hier kostenfrei downloaden.

ASYS Bibliothek

Der Onlinekatalog der ASYS Bibliothek steht ab sofort zum Suchen und Finden von systemischer Literatur zur Verfügung.

Die „Wiener Schule“ systemischen Denkens

Wir von ASYS haben mit der „Wiener Schule“ systemischen Denkens fünf Grundprinzipien entwickelt: Vernetzung – Konstruktivistisches Paradigma – Selbsterhaltung – Zirkularität – Einbeziehung des Beobachters/der Beobachterin. Wir arbeiten damit im Einsatz in der professionellen Praxis, in der Lehre, der Fort- und Weiterbildung, der beruflichen Reflexion sowie der forschenden theoretischen Weiterentwicklung.

NEUES von ASYS

Comments Box SVG iconsUsed for the like, share, comment, and reaction icons

Die systemische Zeitschrift von ASYS – das BASYS – erscheint demnächst für alle ASYS Mitglieder. Das Editorial von Renate Fischer als Vorgeschmack …
Liebe Kolleg*innen,
diese Ausgabe ist quasi ein Heimspiel für mich. Kein Zögern und Zaudern. Kein Hinausschieben und Walter bzgl. des Abgabetermins vertrösten, nein diesmal brenne ich darauf, euch auf das neue Heft einzustimmen. Ginge es um einen Beratungskontext und nicht um unsere Vereinszeitschrift, so müsste ich das aktuelle Editorial allerdings wegen Befangenheit abgeben. Das Wesen der Befangenheit – ich hab‘s jetzt schnell mal gegoogelt – besteht ja in der Hemmung einer unparteiischen Entscheidung durch unsachliche psychologische Motive. Ja, ja und ja, trifft alles auf mich zu. Also Vorsicht, werte Leser*innen, Unparteilichkeit könnt ihr vergessen. Denn dieser Ausgabe bin ich in ganz besonderer und zudem auch noch ungewöhnlich vielfältiger Weise verbunden. Was bei den Themen Angst, Verlust und Trauer nun möglicherweise so manche Augenbraue fragend hoch gehen lässt. Ist ja nicht gerade die lustigste Seite im Leben, um die es hier geht. Allerdings eine der lehrreichsten, sofern man die Challenge annimmt, die einem das Leben mit dieser Thematik bisweilen vor die Füße wirft. Ihr könnt mir glauben, ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe diese Battle schon oft ausgefochten, öfter als mir lieb ist. Und nicht immer bin ich erfolgreich vom Platz gegangen, aber noch jedes Mal hab‘ ich was Wichtiges daraus gelernt.
Aber konzentrieren wir uns vorerst auf das Wort Heimspiel. Wie immer beginnt das BASYS der ersten Jahreshälfte mit dem Protokoll der Generalversammlung, das ich in meiner Funktion als Schriftführerin Jahr für Jahr für den Verein schreiben darf. Und wie auch in vergangenen Zeiten kann man sich sicher sein, dass ich bei der Versammlung im nächsten Jahr, wenn nach Einwänden zum Protokoll des Vorjahrs gefragt wird, wieder lauthals und voller Enthusiasmus feststellen werde, dass dies Protokoll einwandfrei und wahrhaft formvollendet geschrieben wurde. Selbstverständlich ist so eine Aussage alles andere als unparteilich und deshalb von durch und durch unsachlichen psychologischen Motiven geprägt. Nichtsdestoweniger ist das aber über die Jahre auch zu einem Ritual geworden. Und da mir der Rest des Vorstands immer noch gewogen zu sein scheint, lässt man mir diese Prahlerei ein aufs andere Mal mit einem Lächeln auf den Lippen durchgehen und stimmt mitunter sogar lautstark in meine Lobpreisungen ein. Was dann wiederum mich zum Lachen bringt und bei allen verlässlich eine Stimmung wachruft, die dem anderen Ende der Fahnenstange namens Angst und Verlust, deutlich mehr an Gewicht verleiht.
Und das, liebe Kollege*innen, ist wohl eine der wichtigsten Lehren, die ich in meinen ausgefochtenen Battles zum Thema gelernt habe: die Momente zu nützen, in denen man einen Scherz oder ein Lächeln in Reichweite hat. Ein wenig Wohlgefühl verbreiten in den Zeiten, in denen einem das gerade nicht allzu schwerfällt. Um dann bewusst wahrzunehmen und zu genießen, was vom Gegenüber an positiver Rückkoppelung zurückkommt. Damit lassen sich die Batterien nämlich gut füllen, auf dass man in Notzeiten energetisch nicht an der Null-Linie starten muss.
Wie man seinem Gegenüber indes hilfreich zur Seite stehen kann, wenn das Batterie aufladen mal nicht so leicht gelingt, damit befassen sich im vorliegenen Heft unter anderem zwei unserer Lehrgangsabsolventinnen. Carina Holzer hat sich in ihrer Abschlussarbeit viele lohnenswerte Gedanken zur systemischen Supervision und zum Phänomen Angst gemacht und beschreibt neben dem theoretischen Hintergrund auch sehr anschaulich zwei Fallbeispiele aus ihrer supervisorischen Praxis. Brigitte Mayr widmet sich hingegen mit Passion dem Phänomen Verlust und Trauer am Arbeitsplatz und stellt in ihrer Abschlussarbeit der systemischen Supervision die systemische Trauerbegleitung gegenüber. Wie sich die Schnittmenge daraus in der Praxis nützen lässt, lässt sie die Leser*innen anhand von Fallbeispielen und Reflexionen über ihren eigenen Weg zur Supervisorin sehr gut nachvollziehen. Und da wir ja beim Thema Heimspiel sind, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass mit diesen beiden Beiträgen gleich zwei Arbeiten im Heft sind, deren Entstehungsgeschichte ich als Diplomarbeitsbetreuerin begleiten durfte. Ganz klar parteilich und voller Stolz und Überzeugung erkläre ich also beide Texte ebenso für wahrhaft formvollendet und erwarte mir von euch, werte Leser*innen, dafür selbstverständlich breiteste Zustimmung und als Draufgabe bitte auch noch ein kleines Lächeln auf den Lippen.
Denn das Lächeln brauchen wir mehr denn je in dieser Zeit, stimmts? Obwohl Walter und ich das keineswegs so geplant hatten, liegen wir mit der Themenwahl diesmal ja leider ziemlich am Puls der Zeit. Angst, Verlust und Trauer… die Zeitungen sind voll davon. Die Gespräche sind voll davon. Die Gedanken sind voll davon. Hilfreich ist es da, sich dem Thema bisweilen auf sachliche Weise zu nähern. So, wie beispielsweise auch Melanie Zeller es tut. Als eines unserer neuesten Mitglieder stellt sie in ihrem spannenden Artikel das Ent-angsten im Rahmen eines Schemas Sozialtherapeutischer Interventionsplanung in den Mittelpunkt. Sie erinnert daran, bei den Blicken, die wir auf Einzelne werfen, nicht das umgebende System und dessen Umwelt außer Acht zu lassen und bringt so wohltuende Worte wie Angstreduktion und Selbstakzeptanz ins Spiel. Melanie Zeller lädt mit ihren Zeilen zur Differenzierung ein und dazu, Anstöße zur Veränderung in Gang zu setzen. Eine reichhaltige Palette also, die in eine Richtung weist, die Hoffnung und Empowerment zulässt.
Eine reichhaltige Palette haben wir diesmal aber auch bei den Buchrezensionen. Gleich voran wird uns von Klaus Wögerer mit Angsten und Ent-Angsten von Christoph Thoma eines der spannenden Bücher nähergebracht, aus denen auch Melanie Zeller in ihrem Beitrag zitiert. Dieses Buch steht übrigens auch in meinem Bücherkasten … naja, Heimspiel eben. Danach haben wir auch einen Blick in das äußerst umfassende Werk über Systemische Sozialarbeit von unserem Mitglied Johannes Herwig-Lempp geworfen – das hat das Zeug zu einem Standardwerk! Und um noch ein letztes Mal die Metapher des Heimspiels zu bemühen, freue ich mich – schon wieder parteilich, unsachlich und psychologisch motiviert – über die letzte unserer Rezensionen. Bernhard Lehr hat Klaus Kimbacher und mir die Ehre erwiesen, eine Rezension über unser erstes gemeinsames Buch „Hinter den Kulissen…“ zu schreiben. Vielen Dank, lieber Bernhard und hoffentlich ein weiteres Lächeln all jenen, die ihre Nase in unser Buch stecken werden.
Last but not least auch noch ein herzliches Danke an Klemens Fraunbaum für das Bildmaterial, das er uns aus seinem Praxisalltag zur Verfügung gestellt hat und anhand dessen ihr euch im Feuilleton einen Angst- oder Freudenschauer über den Rücken laufen lassen könnt. Erstaunlich, wie nahe diese Emotionen manchmal beieinander liegen können, nicht wahr?
Unser Workshop beim diesjährigen Spätsommerfest widmet sich dem Thema Scham und wir freuen uns, Martin Fellacher für die Gestaltung gewonnen zu haben, auch er ein Vereinsmitglied. Den Besuch – oder besser ein Mitmachen – möchte ich euch ganz besonders ans Herz legen!
In diesem Sinne wünsche ich allen einen erholsamen und vielleicht sogar schaurig-schönen Sommer und hoffe, die einen oder anderen von euch spätestens beim Vereinsfest wieder persönlich zu sehen.
Mehr ansehenWeniger ansehen

Ab September 2022 starten die ASYS Lehrgänge an der FH Burgenland: Master of Science (MSc) in Systemischer Supervision & Coaching, Akademische*r systemische*r Supervisor*in & Coach und Zertifizierte systemische Beratung.
Alle Infos auf www.asys.ac.at
Mehr ansehenWeniger ansehen

Ab September 2022 starten die ASYS Lehrgänge an der FH Burgenland: Master of Science (MSc) in Systemischer Supervision & Coaching, Akademische*r systemische*r Supervisor*in & Coach und Zertifizierte systemische Beratung.
Alle Infos auf www.asys.ac.at

geblieben – geworden – 2021: Videoempfehlung von Klemens Fraunbaum www.youtube.com/watch?v=rOPXPrCxhtg Mehr ansehenWeniger ansehen

Auf Facebook kommentieren

Danke Klemens!

geblieben – geworden – 2021: Foto von Klaus Kimbacher Mehr ansehenWeniger ansehen

geblieben - geworden - 2021: Foto von Klaus Kimbacher
Mehr laden